Chon Buri, Thailand
Die lokalen Behörden im Bezirk Sri Racha inspizierten einen Wohnkomplex in Tambon Bo Win, nachdem Beschwerden eingegangen waren, dass Staatsangehörige Myanmars dort angeblich Geschäfte ohne ordnungsgemäße Genehmigungen betrieben, darunter ein Supermarkt, der unversteuerte Importwaren verkaufte, und ein angeblicher myanmarischer Friseur, der einen Beruf ausübte, der thailändischen Staatsbürgern vorbehalten ist.
Am 5. Juli 2026 führte Herr Apichat Nunchoey, der Dorfvorsteher von Moo 3 in Tambon Bo Win, ein Team von Beamten der Bezirksverwaltung in das Gebiet, nachdem Anwohner Meldungen erstattet hatten. In dem Gebiet leben bekanntermaßen viele ausländische Arbeiter.

Bei der Inspektion entdeckten die Beamten einen Myanmaren, der einen Supermarkt betrieb, in dem hauptsächlich Produkte myanmarischer Marken verkauft wurden. Die Waren wiesen Berichten zufolge keine thailändischen Etiketten auf, und das Unternehmen hatte angeblich weder Einfuhrzölle entrichtet noch die erforderlichen Betriebsgenehmigungen von den zuständigen Behörden eingeholt.
Die Beamten trafen außerdem auf einen weiteren Staatsangehörigen Myanmars, der mutmaßlich in den Räumlichkeiten einen Friseursalon betrieb. Das Friseurhandwerk gilt nach thailändischem Recht als reservierter Beruf und ist ausschließlich thailändischen Staatsangehörigen vorbehalten.

Die Behörden nahmen Zeugenaussagen und Beweismittel vom Tatort auf, bevor sie den Fall zur weiteren Untersuchung und Einleitung eines Gerichtsverfahrens an die Beamten des Distrikts Sri Racha weiterleiteten.
Die Inspektion erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Besorgnis von Anwohnern über ausländische Arbeitskräfte, die unregulierten Geschäftstätigkeiten nachgehen und ihrer Ansicht nach in unlauterem Wettbewerb mit thailändischen Arbeitskräften stehen. Die Bezirksbehörden haben noch keine Einzelheiten zu möglichen Strafen oder dem weiteren Vorgehen bekannt gegeben.




