Bangkok – Beamte des thailändischen Zentralen Ermittlungsbüros (CIB) haben einen 28-jährigen chinesischen Staatsangehörigen und seine 30-jährige thailändische Freundin festgenommen, weil sie angeblich ein nicht lizenziertes Devisengeschäft und internationale Geldtransfergeschäfte betrieben haben, wobei die Transaktionen in nur sechs Monaten 26 Millionen Baht überstiegen.
Auf Anordnung hochrangiger CIB-Kommandeure führte die Abteilung zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität eine Razzia in einem dreistöckigen Reihenhaus im Viertel Bang Khun Thian im Bezirk Chom Thong in Bangkok durch. Die Verdächtigen, Herr Zheng (28, Chinese) und Frau Kittiyaporn (30, Thailänderin), wurden wegen des Verdachts der gemeinsamen Durchführung von Devisengeschäften und internationalen Geldtransfers ohne Genehmigung des Finanzministeriums festgenommen.

Die Ermittlungen begannen, nachdem die Polizei eine Facebook-Seite entdeckt hatte, die offen für den Umtausch von thailändischen Baht in chinesische Yuan und die Abwicklung von Online-Überweisungen warb. Die Finanzverfolgung ergab, dass innerhalb von sechs Monaten mehr als 26 Millionen Baht über diese Plattform geflossen waren. Die Behörden stellten außerdem fest, dass neun mit dem Betrug in Verbindung stehende Bankkonten mit Fällen von Technologiekriminalität verknüpft waren, bei denen es um Überweisungen von insgesamt über 1.1 Millionen Baht ging.
Bei der Razzia beschlagnahmten die Beamten zwei Mobiltelefone und vier Banksparbücher als Beweismittel. Laut Ermittlern stellte Herr Zheng als Hauptinvestor das Kapital bereit, während Frau Kittiyaporn als Administratorin der Webseite fungierte. Sie bearbeitete Kundenanfragen, verwaltete die Finanzen und eröffnete Konten für Kundengelder. Das Paar profitierte offenbar von den täglichen Wechselkursschwankungen.

Beide Verdächtige sollen alle Anklagepunkte gestanden haben. Sie gaben zu, den nicht lizenzierten Online-Yuan-Wechseldienst betrieben zu haben, um von Währungskursschwankungen zu profitieren, und räumten ein, die erforderliche Lizenz des Finanzministeriums nicht eingeholt zu haben.
Die thailändischen Behörden haben ihre Maßnahmen gegen illegale Geldwechseldienste, die häufig mit Cyberkriminalität, Geldwäsche und grenzüberschreitendem Betrug in Verbindung stehen, verstärkt. Die Kriminalpolizei (CIB) bezeichnete die Festnahmen als Teil ihrer laufenden Bemühungen zum Schutz der Öffentlichkeit und zur Wahrung der Finanzintegrität.
Bildnachweis: CIB



