Chiang Rai, Thailand
Zwei Bauarbeiter starben und sieben weitere wurden verletzt, als am Abend des Samstags, den 20. Juni 2026, während laufender Arbeiten an der Strecke Den Chai-Chiang Rai-Chiang Khong der thailändischen Staatsbahn (SRT) ein Gerüst im Doi Luang-Eisenbahntunnel einstürzte.
Der Vorfall ereignete sich zwischen 16:30 und 18:00 Uhr (Ortszeit) im 3.4 Kilometer langen Doi-Luang-Tunnel im Bezirk Doi Luang der Provinz Chiang Rai. Dieser Tunnel ist Teil des dritten Bauabschnitts (Chiang Rai–Chiang Khong) des großen Eisenbahnprojekts Nordthailand, das Den Chai in der Provinz Phrae mit Chiang Khong an der thailändisch-laotischen Grenze verbindet. Der Tunnel wurde im vergangenen Jahr erfolgreich durchbohrt; die aktuellen Arbeiten konzentrieren sich auf den Einbau der permanenten Betonauskleidung, der Abdichtungssysteme und der zugehörigen Infrastruktur. Zum Zeitpunkt des Unfalls waren Berichten zufolge mehr als drei Viertel der Auskleidung fertiggestellt.

Laut thailändischen Medienberichten und offiziellen Stellungnahmen installierten Arbeiter ein Abdichtungssystem, als plötzlich Gesteinsbrocken von der Tunnelwand abbrachen. Dies führte zum Einsturz eines Gerüsts und zugehöriger Ausrüstung, die auf die darunter arbeitenden Arbeiter stürzten. Zuvor hatten lokale Quellen den Vorfall zunächst als Einsturz im Spritzbetonbereich beschrieben.
Der stellvertretende Verkehrsminister Siripong Angkasakulkiat bestätigte, dass die Behörden die erste Meldung gegen 8:35 Uhr erhalten haben. Er erklärte, die vorläufige Ursache seien herabfallende Steine von der Tunnelwand während der Abdichtungsarbeiten gewesen. Der Unfallort wurde gesichert, der Bereich abgesperrt und eine umfassende Untersuchung eingeleitet.

Projektingenieur Pattapong Boonkaew bezeichnete das Ereignis als „unvorhersehbares geologisches Ereignis“ und merkte an, dass der Einsturz in einem nicht ausgekleideten Tunnelabschnitt stattfand, der auf Schutzmaßnahmen wartete. Einige thailändische Berichte nannten starke Regenfälle und Wasseransammlungen in den Gesteinsschichten als mitwirkende Faktoren.
Die beiden Arbeiter starben noch am Unfallort. Verletzte Arbeiter – Berichten zufolge drei Schwerverletzte und vier Leichtverletzte – wurden in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Das Sicherheitsteam (SRT) sprach sein Beileid aus, stellte die Arbeiten auf der Baustelle vorübergehend ein (zunächst für mindestens zwei Tage) und koordiniert die Entschädigungszahlungen sowie weitere Sicherheitsüberprüfungen.
Das Projekt Den Chai-Chiang Rai-Chiang Khong ist ein bedeutendes zweigleisiges Eisenbahnprojekt, das die Anbindung in Nordthailand verbessern und grenzüberschreitende Verbindungen mit Laos erleichtern soll.
Die Behörden haben erklärt, dass die Haupttunnelstruktur weiterhin stabil sei und der Vorfall voraussichtlich keine Auswirkungen auf die langfristige Stabilität des fertiggestellten Tunnels haben werde. Die Untersuchungen zur Ermittlung der genauen Ursachen und etwaiger notwendiger Sicherheitsverbesserungen dauern an.



