Chonburi, Thailand – Die thailändischen Behörden haben in einer Großaktion in der Provinz Chonburi die mutmaßlich erste illegale E-Zigaretten-Produktionsanlage des Landes ausgehoben und dabei fast 100,000 Geräte sowie Produktionsanlagen im Wert von über 100 Millionen Baht beschlagnahmt.
Wir haben hier zuerst über diese wichtige Geschichte berichtet.
Die Razzia fand am Montag, dem 8. Juni 2026, statt, als Beamte der Polizeistation Banglamung, Beamte der Bezirksverwaltung Banglamung und des Operationszentrums Bereich 2 der Sonderermittlungsabteilung (DSI) ein Lagerhaus in der Soi Nong Pla 12 stürmten.

Heute (Dienstag, 9. Juni) kehrte eine hochrangige Delegation unter der Leitung von Polizeigeneralleutnant Ruthaphol Naowarat, Justizminister, zusammen mit Chonburis Gouverneur Naris Niramaiwong, dem Provinzpolizeikommandanten Polizeigeneralmajor Phongphan Wongmanithet, Zollbeamten des Hafens von Laem Chabang und Führungskräften der DSI zu einer Nachkontrolle an den Ort zurück.

Die erste Bestandsaufnahme der beschlagnahmten Gegenstände umfasste:
– 65,031 fertige E-Zigaretten
– 3,520 E-Zigaretten-Pods, vorgefüllt mit E-Liquid und Lithiumbatterien
– 30,640 E-Zigaretten-Pods mit Lithiumbatterien
– 480 elektronische Wasserpfeifen (Balakoo)
– Diverse Produktionsmaschinen: 13 Beutelverschließmaschinen, 7 Pumpen, 2 Großdrucker, 2 Heißsiegelmaschinen, 2 Durchlauf-Siegelmaschinen, 1 Crimpmaschine und 6 Ladegeräte
– 41 Fässer (je 30 Liter) mit nikotinhaltigem E-Liquid mit Frucht- und Tabakgeschmack
– 6 Motorräder und 1 Pickup-Truck mit verdecktem hinteren Kennzeichen
Drei Verdächtige wurden festgenommen.

Ein 32-jähriger Thailänder, Witthawat Sangsoema (alias Golf) aus der Provinz Surin, wurde festgenommen, als er einen verdächtigen Pickup mit 8,000 E-Zigaretten beladen fuhr. Zwei Staatsangehörige Myanmars, Maung Htet Naing Oo und Sai Sai, wurden wegen illegaler Beschäftigung und unerlaubter Einreise nach Thailand verhaftet.
Justizminister Ruthaphol Naowarat begrüßte die Operation als einen bedeutenden Durchbruch und merkte an, dass es bei früheren Beschlagnahmungen lediglich um bereits auf dem Markt befindliche Fertigprodukte oder Rohstoffe gegangen sei.

„Dies ist das erste Mal, dass Thailand eine illegale E-Zigaretten-Produktionsstätte in vollem Umfang erfolgreich ausgehoben hat“, sagte er. „Die schiere Menge – über 90,000 Geräte – und der Berg an gebrauchten 30-Liter-Chemikalienfässern deuten darauf hin, dass der Betrieb schon seit geraumer Zeit in Betrieb war.“
Der Minister lobte insbesondere die Wachsamkeit der Streifenbeamten von Banglamung, deren Entscheidung, den verdächtigen, nicht zugelassenen Pickup-Truck anzuhalten, letztendlich zur Entdeckung und Demontage der gesamten Fabrik führte.
Er dankte außerdem dem Gouverneur von Chonburi, den örtlichen Verwaltungsbeamten und allen beteiligten Behörden für ihre anhaltenden Bemühungen gegen illegale Drogen und Vorläuferchemikalien in der Provinz.
Polizeigeneralmajor Phongphan Wongmanithet, Polizeichef der Provinz Chonburi, gab bekannt, dass das Lagerhaus zuvor als legale Cannabis-Anbaufläche genutzt und dann in eine E-Zigaretten-Fabrik umgewandelt worden war. Kriminaltechniker der Abteilung 2 der Kriminalpolizei sichern derzeit Spuren am Tatort. Geplant ist, die Ermittlungen auszuweiten und alle Beteiligten, darunter auch zahlreiche flüchtige Arbeiter, festzunehmen.
Die Behörden gaben bekannt, dass das Justizministerium und die DSI die Zusammenarbeit mit relevanten Stellen intensivieren werden, um sowohl in den Grenzgebieten als auch innerhalb Thailands gegen Vorläuferchemikalien für die E-Zigarettenherstellung sowie gegen neuartige synthetische Drogen, die bei Jugendlichen beliebt sind, vorzugehen. In Thailand ist das Dampfen illegal und wird mit hohen Geldstrafen und möglichen Gefängnisstrafen geahndet.



