Bangkok, -
Die thailändischen Einwanderungsbehörden haben das Visum eines chinesischen Staatsbürgers widerrufen und ihn auf eine dauerhafte schwarze Liste gesetzt, nachdem es am Ausreisekontrollpunkt des Flughafens Suvarnabhumi zu einem gewalttätigen Vorfall gekommen war, bei dem ein elektronisches Ausgangstor aufgebrochen und durchbrochen wurde und es zu einer Auseinandersetzung mit thailändischen Einwanderungsbeamten kam.
Der Vorfall ereignete sich am 13. Mai gegen 2:00 Uhr, als der 30-jährige Herr Zheng vor dem Boarding von Flug 9C7282 nach China die automatische Grenzkontrolle passieren wollte. Anstatt das vorgeschriebene Verfahren zu befolgen, legte er seine Bordkarte auf den Passleser, wodurch das System eine Fehlfunktion verursachte. Verärgert trat er gegen die Glastür des Automaten und beschädigte sie. Als er es mit falsch platziertem Pass erneut versuchte, versagte das System abermals. Daraufhin trat er ein zweites Mal gegen die Tür und verschaffte sich gewaltsam Zutritt.
Die Beamten der Einwanderungsbehörde schritten umgehend ein, doch Herr Zheng reagierte mit Beschimpfungen auf Chinesisch und Englisch und versuchte angeblich, die Beamten anzugreifen, bevor ihn seine Frau zurückhielt. Anschließend wurde er der Polizei am Flughafen Suvarnabhumi übergeben.
Die Behörden klagten ihn wegen Sachbeschädigung an, worauf eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren und/oder eine Geldstrafe von 60,000 Baht steht. Er haftet außerdem für Schäden am ABC-System in Höhe von 450,000 Baht. Darüber hinaus wird ihm Beleidigung eines Beamten im Dienst vorgeworfen, was mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr und einer Geldstrafe von 20,000 Baht geahndet werden kann. Die Polizei plant, den Fall am 15. Mai dem Provinzgericht Samut Prakan vorzulegen.
Generalleutnant Phanumas Boonyalak, Leiter des Einwanderungsamtes, ordnete die Annullierung von Herrn Zhengs Visum und die Aufnahme seines Namens in die Einreisesperrliste an, wodurch ihm die Wiedereinreise nach Thailand dauerhaft verboten wird. Er erklärte, ein solches Verhalten stelle eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar und werde nicht toleriert. Nach Abschluss des Gerichtsverfahrens wird Herr Zheng abgeschoben.

Der Sprecher der Einwanderungsbehörde, Generalmajor Cherngron Rimphadee, erinnerte ausländische Besucher daran, dass Thailand Touristen aus allen Nationen willkommen heißt, aber von ihnen erwartet, dass sie die lokalen Gesetze und Gebräuche respektieren. Jegliche Straftaten oder Verhaltensweisen, die als anstößig für die thailändische Gesellschaft gelten, können zur Annullierung des Visums und zur Abschiebung führen. Dies ist Teil einer aktuellen nationalen Kampagne mit Null-Toleranz-Politik gegenüber schlechtem Touristenverhalten, wie wir bereits hier berichtet haben.




