Pattaya, 6. Mai 2026
Die Polizei von Pattaya hat in Zusammenarbeit mit der Touristenpolizei zwei Transgender-Teenager wegen des mutmaßlichen Raubes und der Messerattacke auf einen 45-jährigen Australier in einem Hotelzimmer in Süd-Pattaya festgenommen.
Der Vorfall ereignete sich gegen Mitternacht am 4. Mai 2026. Laut Polizeiangaben lud Herr Alikosh, ein 45-jähriger australischer Staatsbürger, zwei Transgender-Teenager in seine Unterkunft im Süden von Pattaya ein, um dort Zeit miteinander zu verbringen, da er sie für erwachsene biologische Frauen hielt.

Nachdem das Opfer seine Geschlechtsidentität entdeckt hatte, kam es zu einem Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll einer der Verdächtigen das Opfer ins Badezimmer gestoßen und ihm mit einer Schere in die rechte Brust gestochen haben. Anschließend raubten die beiden umgerechnet etwa 6,000 australische Dollar (rund 140,000 thailändische Baht) und flüchteten.

Die Polizei wurde verständigt und leitete umgehend Ermittlungen ein. Am Abend des 5. Mai spürten Beamte der Polizeistation Pattaya City und der Touristenpolizei-Unterabteilung 4 die Verdächtigen in einem nahegelegenen Apartmentgebäude auf und nahmen sie fest.
Die beiden Verdächtigen, der 17-jährige „Pee“ und der 16-jährige „Pew“ (beide als Jugendliche bezeichnet), wurden zusammen mit einer Schere, die mutmaßlich als Tatwaffe diente, und einem Teil des gestohlenen Bargelds festgenommen. Beide sollen die Tat gestanden haben.

Ihnen wird gemeinsamer bewaffneter Raubüberfall bei Nacht vorgeworfen, begangen von zwei oder mehr Personen zur Erleichterung des Diebstahls. Die Verdächtigen wurden zur weiteren Bearbeitung auf die Polizeiwache von Pattaya gebracht.
Höhere Beamte, darunter Polizeioberstleutnant Arus Sabanon und Ermittler der Touristenpolizei, erklärten, dass solche gewalttätigen Raubüberfälle, die sich gegen Touristen richten und bei denen es häufig um Transfrauen geht, Pattayas Image als sicheres Touristenziel erheblich schädigen.

„Diese Vorfälle ereignen sich häufig in Privaträumen, was die Prävention erschwert“, so die Polizei. „Sobald ein Vorfall gemeldet wird, reagieren wir jedoch umgehend mit großflächigen Durchsuchungen und schnellen Festnahmen.“
Das Opfer wurde wegen seiner Stichwunde medizinisch behandelt und erstattete Anzeige. Er betonte außerdem, dass er nicht wusste, dass die Verdächtigen transgender oder minderjährig waren, da sie über beide Aspekte ihrer Identität gelogen hatten.

Die Behörden geben an, die Maßnahmen zur Verhinderung ähnlicher Straftaten zu verstärken und appellieren gleichzeitig an die Touristen, Vorsicht walten zu lassen, wenn sie Fremde zum „Abhängen“ in ihre Unterkünfte einladen.



