Chiang Mai, Thailand
Die Polizei im Norden Thailands hat einen 31-jährigen Mann festgenommen, der die Serienmorde an drei obdachlosen Männern in getrennten Vorfällen in den Provinzen Chiang Rai und Chiang Mai gestanden hat, teilten die Behörden am 1. Mai 2026 mit.
Der Verdächtige, der als der 31-jährige Landstreicher Panet Pooli aus dem Unterbezirk Mae Yao im Bezirk Mueang Chiang Rai identifiziert wurde, wurde in der Nähe des Chang Phueak Marktes im Bezirk Mueang Chiang Mai festgenommen. Seine Festnahme erfolgte nach einer zügigen Untersuchung, bei der Videoaufnahmen von Überwachungskameras ausgewertet und die Zusammenarbeit verschiedener Polizeieinheiten genutzt wurden.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz unter der Leitung von Polizeigeneralleutnant Krittaphol Yisakorn, dem Kommandeur der Polizeiregion 5, und hochrangigen Beamten aus Chiang Mai wurde detailliert erläutert, wie die beiden jüngsten Morde in Chiang Mai mit einem früheren Mord in Chiang Rai in Verbindung stehen.
Am 29. April 2026 rückten Polizisten der Wache Chang Phueak zu einem Einsatz aus, nachdem eine verbrannte Leiche unter der Westseite der Rattanakosin-Brücke im Unterbezirk Pa Tan gemeldet worden war. Das Opfer wurde als der 51-jährige Obdachlose Boonreung Muensri aus dem Bezirk Mae Sariang in der Provinz Mae Hong Son identifiziert. Die Autopsie ergab, dass er mit einem scharfen Gegenstand in den Hals gestochen und anschließend angezündet worden war, um die Tat zu vertuschen.

Am darauffolgenden Tag, dem 30. April, entdeckten Beamte der Polizeistation Mae Ping einen weiteren Obdachlosen tot unter der Khruah-Sali-Wieng-Ping-Brücke im Stadtteil Fa Ham. Das Opfer war der 46-jährige Jo Saengsen, ebenfalls aus der Provinz Mae Hong Son. Er wies Spuren stumpfer Gewalteinwirkung auf, darunter Blutungen aus dem Mund.
Der dritte Fall datiert vom 7. Januar 2026 nach Chiang Rai, wo ein Obdachloser in der Nähe einer öffentlichen Straße im Bezirk Mueang Chiang Rai mit einem Stein zu Tode geprügelt und ins Gesicht gestochen wurde.
Pooli gestand alle drei Morde während der ersten Vernehmung. Er gab den Ermittlern gegenüber an, die Tötungen seien auf persönliche Streitigkeiten innerhalb der Obdachlosengemeinschaft um Schlafplätze, Gegenstände wie ein Mobiltelefon, Drogen und Gebiete im öffentlichen Raum unter Brücken zurückzuführen.

In einem Fall soll er ein Opfer erstochen haben, nachdem er ein geliehenes Handy nicht zurückbekommen hatte, und anschließend die Leiche samt Bettwäsche verbrannt haben. In einem anderen Fall soll er das Opfer über zehn Minuten lang getreten und auf es eingeschlagen haben, nachdem er sich durch Körpergeruch und Geldforderungen gestört gefühlt hatte.
Pooli, selbst obdachlos und vorbestraft (unter anderem wegen Drogendelikten und Diebstahl), suchte sich andere Obdachlose in vertrauter Umgebung aus. Er war erst im März 2025 aus dem Gefängnis entlassen worden. Die Behörden betonten, dass die Straftaten auf Konflikte innerhalb der obdachlosen Bevölkerungsgruppe zurückzuführen seien und nichts mit Touristen, Anwohnern oder willkürlicher Gewalt zu tun hätten.
Ihm werden nun vorsätzlicher Mord und die Beseitigung einer Leiche zur Verschleierung des Todes vorgeworfen. Die Polizei kündigte an, weitere Vorfälle während seiner Reisen zu untersuchen, darunter auch mögliche Aufenthalte in der Provinz Lampang. Die Behörden kooperieren zudem mit sozialen Einrichtungen, um gegen Landstreicherei, Bettelei und Drogenkonsum unter Obdachlosen in der Region vorzugehen.
Die schnelle Festnahme, unterstützt durch Überwachungskamerabilder, die den Verdächtigen in auffälliger Kleidung zeigten – einem schwarzen ärmellosen Hemd, einer roten Hose mit Elefantenmuster und Turnschuhen mit weißen Sohlen –, hat dazu beigetragen, die Besorgnis in der Bevölkerung nach Berichten über mehrere Todesfälle von Obdachlosen innerhalb kurzer Zeit zu beruhigen.



