Pattaya leidet trotz seiner Lage am Meer seit Langem unter anhaltenden Überschwemmungen. Die Einwohner fragen sich immer wieder: Warum sind Teile der Stadt immer noch von Überschwemmungen betroffen, und warum hat die Umsetzung einer dauerhaften Lösung so lange gedauert?
Diese seit Langem bestehende Frage hat nun zu konkreten Maßnahmen geführt. Die Stadt hat ein umfassendes Projekt zum Bau eines zentralen Entwässerungssystems initiiert, das Überschwemmungen in den Stadtteilen von Pattaya eindämmen soll.
Als Reaktion darauf hatte Pattaya dem thailändischen Kabinett einen Vorschlag unterbreitet, der am 6. Februar 2018 genehmigt wurde. Der Kabinettsbeschluss beauftragte das Innenministerium (MOI) in Abstimmung mit den zuständigen Behörden mit der Lösung der Probleme Pattayas in Bezug auf Überschwemmungen, Entwässerung und die vollständige Abwasserentsorgung.

Das Amt für öffentliche Arbeiten und Stadt- und Landesplanung wurde mit der Entwicklung eines Masterplans für ein Gebiet von 226.47 Quadratkilometern beauftragt. Das Gebiet wurde in drei Teilbecken unterteilt:
– **Gruppe 1**: Pattaya-Teilbecken – dicht besiedelte städtische Gemeinschaften
– **Gruppe 2**: Na Kluea-Teilbecken – mäßig besiedelte Gebiete und Vorstadtgemeinden
– **Gruppe 3**: Teilbecken Huai Yai – Mischung aus dicht besiedelten städtischen und vorstädtischen Gemeinden
Der Gesamtplan verfügt über ein geschätztes Budget von 26 Milliarden Baht und soll 144,520 Haushalten direkt zugutekommen. Die Umsetzung ist in drei Phasen unterteilt: Sofortmaßnahmen, mittelfristige Maßnahmen und langfristige Maßnahmen.
Die Stadtverwaltung Pattaya wurde als Projektträgerin benannt und ist für die Budgetzuweisung und -koordination verantwortlich. Die zuständigen Behörden wurden angewiesen, Gespräche zur Klärung der Umsetzungsmodelle zu führen, bevor sie die Details dem Amt für Nationale Wasserressourcen vorlegen.
Am 11. Juni 2021 genehmigte der Unterausschuss für die Durchführung großer und wichtiger Projekte (Sitzung Nr. 3/2564) grundsätzlich den Bau der ersten Phase des Hauptentwässerungssystems als dringende Priorität im Rahmen des Masterplans.

Nach mehreren Koordinierungstreffen zwischen der Stadtverwaltung Pattaya, dem Amt für nationale Wasserressourcen, dem Haushaltsbüro und dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und Stadt- und Landesplanung hat die Regierung jährlich Mittel zur Bewältigung von Entwässerungsproblemen bereitgestellt.
Für die dringende Phase 1 war das Gesamtbudget ursprünglich auf 5.3 Milliarden Baht festgelegt worden, wurde aber auf 2.75 Milliarden Baht nach unten korrigiert.
Gemäß der jüngsten Vereinbarung wird das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Stadt- und Landesplanung die dringende Phase mit einem Budget von 2.75 Milliarden Baht durchführen. Die Stadtverwaltung Pattaya wird 10 % dieser Summe mitfinanzieren. Das Budget ist auf vier Haushaltsjahre von 2027 bis 2030 (BE 2570–2573) verteilt.

Da das Projekt Kosten von über einer Milliarde Baht verursacht, ist vor seiner Umsetzung die formelle Genehmigung des Kabinetts erforderlich. Um dies zu ermöglichen, hat der Bürgermeister von Pattaya den stellvertretenden Bürgermeister, den Stadtschreiber und die zuständigen Abteilungsleiter beauftragt, sich mit dem Premierminister zu treffen. Die Delegation präsentierte sachliche Informationen und Projektdetails, die dem Kabinett zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt werden sollen.
Diese Entwicklung stellt einen bedeutenden Fortschritt hin zu einer nachhaltigen, langfristigen Lösung für Pattayas chronisches Überschwemmungsproblem dar und trägt damit zur Lösung eines Problems bei, das die Bewohner seit Jahrzehnten betrifft. Weitere Informationen folgen, sobald das Projekt den Genehmigungsprozess durchläuft.



