Bangkok
Thailändische Behörden verhafteten am 28. April 2026 am internationalen Flughafen Suvarnabhumi eine 19-jährige Taiwanesin, nachdem bei ihr 30 geschützte Indische Sternschildkröten entdeckt worden waren, die sie bei dem Anflug auf einen Flug nach Taipeh versteckt hatte.
Beamte der Wildtierkontrolle, die mit Zollbeamten, der Einwanderungspolizei und der Flughafensicherheit zusammenarbeiteten, wurden durch das Verhalten der Frau an einem Sicherheitskontrollpunkt im Abflugbereich (Zone 3 Ost, 5. Etage des Terminals) misstrauisch. Eine eingehende Durchsuchung förderte die unter ihrer Kleidung versteckten Schildkröten zutage.

Die Verdächtige hatte die Tiere gefesselt, indem sie sie mit Klebeband fixierte, um ihre Bewegungsfreiheit einzuschränken, jedes Tier in einen kleinen Stoffsack steckte und diesen direkt an ihrem Körper befestigte, offenbar in dem Versuch, Röntgenscanner und visuelle Kontrollen zu umgehen.
Von den 30 Indischen Sternschildkröten (Geochelone elegans) waren 29 noch am Leben, eine war tot. Die in Indien, Sri Lanka und Pakistan heimische Art ist in Anhang I des CITES-Übereinkommens aufgeführt und genießt damit den höchsten internationalen Schutz vor kommerziellem Handel. Sie ist auf dem illegalen Markt für exotische Haustiere sehr begehrt, wo Exemplare hohe Preise erzielen.
Die Frau, eine Passagierin des VietJet-Air-Flugs VZ568 nach Taipeh, wurde festgenommen und zur weiteren Vernehmung auf die Polizeiwache des Flughafens Suvarnabhumi gebracht. Ihr werden mehrere Verstöße gegen thailändisches Recht zur Last gelegt, darunter Verstöße gegen das thailändische Naturschutzgesetz BE 2562 (Abschnitte 19 und 23) wegen unerlaubter Ausfuhr geschützter Wildtiere, gegen das thailändische Zollgesetz BE 2560 (Abschnitte 242 und 252) wegen des Versuchs, beschränkte Waren unter Umgehung der Kontrollen auszuführen, und gegen das thailändische Tierseuchengesetz BE 2558 wegen der Ausfuhr von Tieren ohne die erforderlichen Genehmigungen.

Die lebenden Schildkröten wurden der Nationalparkverwaltung zur dringenden Versorgung, Artenbestimmung und möglichen Verwendung als Beweismittel zur Aufdeckung von Schmuggelnetzwerken übergeben. Das tote Exemplar dient ebenfalls als Beweismittel.
Dieser Vorfall verdeutlicht die anhaltenden Bemühungen der thailändischen Behörden, den Schmuggel von Wildtieren einzudämmen, insbesondere den von CITES-geschützten Arten wie der Indischen Sternschildkröte, die häufig auf dem Schwarzmarkt in Ostasien gehandelt wird. Die Beamten konzentrieren sich gemäß den Anweisungen des Ministeriums für natürliche Ressourcen und Umwelt auf verstärkte Kontrollen an Flughäfen.
Der Fall wird weiter untersucht.



