Bekasi, Indonesien
Bei der Kollision zweier Züge am späten Montagabend am Bahnhof Bekasi Timur in der Stadt Bekasi, am östlichen Stadtrand der indonesischen Hauptstadt Jakarta, kamen mindestens sieben Menschen ums Leben und 38 weitere wurden verletzt, wie Behörden mitteilten.
Der Unfall ereignete sich am 27. April 2026 gegen 8:55 Uhr Ortszeit, als der Fernzug Argo Bromo Anggrek (Linie 4, von Gambir in Jakarta nach Surabaya Pasar Turi) auf ein stehendes Pendlerzug der KRL-Linie auf demselben Gleis auffuhr. Der Pendlerzug stand auf Gleis 1 in Richtung Osten nach Cikarang.
Die indonesische Staatsbahn PT Kereta Api Indonesia (KAI) bestätigte die ersten Opferzahlen. Sprecherin Anne Purba gab bekannt, dass vier Fahrgäste, alle aus dem Pendlerzug, ums Leben gekommen seien, 38 weitere seien zur Behandlung in nahegelegene Krankenhäuser gebracht worden. Spätere Meldungen lokaler Behörden und Medien korrigierten die Zahl der Todesopfer auf bis zu 14, über 80 Menschen wurden verletzt.
Rettungsteams, darunter auch Mitarbeiter der nationalen Such- und Rettungsagentur Basarnas, arbeiteten die ganze Nacht hindurch, um die in den schwer beschädigten hinteren Waggons des Pendlerzugs eingeschlossenen Fahrgäste zu befreien, insbesondere den Frauenwaggon, der am stärksten vom Aufprall getroffen wurde. Berichten zufolge waren noch Stunden nach dem Unglück mehrere Personen in den Trümmern eingeklemmt.

KAI-Präsident Bobby Rasyidin und Verkehrsminister Dudy Purwagandhi besuchten am frühen Dienstagmorgen den Unglücksort, um sich über die Lage zu informieren. Alle 240 Fahrgäste des Argo Bromo Anggrek-Zuges wurden laut offiziellen Angaben sicher evakuiert. Der Bahnhof Bekasi Timur wurde vorübergehend geschlossen, was zu Beeinträchtigungen im Pendlerverkehr der Metropolregion Jakarta führte.
Indonesische Medien, darunter Antara News, Kompas und detik.com, berichteten von chaotischen Szenen am Bahnhof. Krankenwagen standen Schlange, und Rettungskräfte versuchten mit Schneidwerkzeugen, eingeschlossene Personen zu bergen. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Pendlerzug aufgrund einer Behinderung oder eines Signalproblems angehalten wurde. Die genaue Ursache wird jedoch noch von Polizei und Verkehrsbehörde untersucht.
Dies ist Indonesiens jüngstes schweres Zugunglück. Im Januar 2024 starben bei einer anderen Kollision in Westjava mindestens vier Menschen. KAI sprach den Familien der Opfer ihr Beileid aus und betonte, dass die Sicherheit der Fahrgäste weiterhin oberste Priorität habe.
Während die Rettungs- und Bergungsarbeiten andauern, haben die Behörden die Öffentlichkeit dringend gebeten, die offiziellen Mitteilungen über die endgültigen Opferzahlen und Ermittlungsergebnisse abzuwarten.



