Bangkok
Premierminister Anutin Charnvirakul erklärte, er werde ein Gesetz zur Reinhaltung der Luft nur dann unterstützen, wenn es sich um die von seiner Bhumjaithai-Partei entworfene Fassung handle, und bekräftigte damit die zentrale Rolle der Partei bei der Bewältigung der anhaltenden Luftverschmutzungskrise in Thailand.
Angesichts der anhaltenden Besorgnis über die PM2.5-Staubwerte, insbesondere im Norden Thailands, erklärte Anutin kürzlich in seiner Rede, dass seine Regierung dem von Bhumjaithai vorgeschlagenen „Entwurf eines Clean Air Act for the People“ (ร่าง) Vorrang einräumen werde พ.ร.บ.อากาศสะอาดเพื่อประชาชน). Er wies darauf hin, dass andere Versionen, die derzeit im Parlament geprüft werden, seine Unterstützung nicht erhalten würden.
Sollte das Gesetz zur Reinhaltung der Luft in Kraft treten, wäre es Thailands erstes umfassendes Gesetz zur Luftreinhaltung. Es zielt darauf ab, einen Rechtsrahmen zur Kontrolle von Verschmutzungsquellen zu schaffen, Verstöße zu ahnden, Anreize für die Einhaltung der Vorschriften zu bieten und Mechanismen wie einen Fonds für saubere Luft einzurichten. Befürworter sehen darin ein entscheidendes Instrument zum Schutz der öffentlichen Gesundheit, zur Milderung der wirtschaftlichen Folgen von Smog und zur Verankerung des Grundrechts der Bürger auf saubere Luft.
Thailand kämpft seit Langem mit saisonaler Luftverschmutzung, verursacht durch Brandrodung in der Landwirtschaft, Waldbrände, Industrieemissionen und grenzüberschreitenden Smog aus Nachbarländern. In nördlichen Provinzen wie Chiang Mai werden häufig gesundheitsgefährdende PM2.5-Werte gemessen, die die öffentliche Gesundheit, den Tourismus und die Wirtschaft beeinträchtigen.
In den letzten Jahren kursierten mehrere Entwürfe für ein Luftreinhaltegesetz, darunter Vorschläge von politischen Parteien, dem Kabinett und zivilgesellschaftlichen Gruppen. Ende 2025 verabschiedete das Repräsentantenhaus mit breiter Unterstützung eine gemeinsame Fassung, doch nach der Auflösung des Parlaments kam der Prozess zum Erliegen. Die Bhumjaithai-Partei versteht ihren Entwurf als Fortsetzung dieser Bemühungen.
Anutin, der auch als Innenminister fungiert, hat die Luftverschmutzung wiederholt als oberste Priorität bezeichnet. Bei seinen jüngsten Besuchen in betroffenen Gebieten und Kabinettssitzungen ordnete er eine strengere Durchsetzung bestehender Gesetze, die Vernetzung der verschiedenen Behörden sowie Maßnahmen wie ein Importverbot für landwirtschaftliche Produkte an, die mit der Verbrennung von Abfällen in Verbindung stehen. Er bezeichnete den Gesetzentwurf als vorteilhaft und parteiübergreifend unterstützt.
Die strikte Haltung des Premierministers, ausschließlich die Version von Bhumjaithai zu unterstützen, hat jedoch Kritik von Oppositionellen und Aktivisten hervorgerufen. Einige, darunter Abgeordnete der Volkspartei, forderten Klarheit über die Position der Regierung und warnten vor politischen Verzögerungen, insbesondere angesichts des knappen Zeitplans im Parlament.
Bhumjaithai hat seinen Gesetzentwurf als Reaktion auf Forschungsergebnisse propagiert, die eine Verschlechterung der Luftqualität belegen und systemische Reformen im Bereich des Schadstoffmanagements fordern.
Während Thailand erneut mit Smog zu kämpfen hat, bleibt das Schicksal des Gesetzes zur Reinhaltung der Luft ein entscheidender Test für die Einhaltung der Umweltverpflichtungen der Regierung. Angesichts des engen Zeitplans des Parlaments könnten die kommenden Wochen darüber entscheiden, ob ein spezielles Gesetz zur Reinhaltung der Luft endlich verabschiedet wird und damit langfristig für sauberere Luft sorgt.




