Pattaya – Regierungsbehörden und Organisationen des privaten Sektors aus ganz Thailand haben sich in einem gemeinsamen Programm zusammengeschlossen, um die Verkehrssicherheit landesweit zu verbessern. Die Veranstaltung fand am 2. und 3. April 2026 im Pullman Pattaya G Hotel im Stadtteil Nong Prue als praktischer Workshop mit dem Titel „Zusammenarbeit und Entwicklung eines Fahrplans zur Förderung von Sicherheit, Prävention und nachhaltiger Reduzierung von Verkehrsunfällen“ statt.
Der Workshop wurde offiziell von Herrn Vicharn Meenchainant, dem Vorsitzenden des Komitees zur Erarbeitung von Leitlinien zur Förderung der Sicherheit, Prävention und nachhaltigen Reduzierung von Verkehrsunfällen, eröffnet. Dr. Apichat Rodsom, stellvertretender Generalsekretär des Nationalen Gesundheitskommissionsbüros, hieß die Teilnehmer willkommen und erläuterte die Ziele der Veranstaltung.

Die Verkehrsunfallsituation in Thailand gibt weiterhin Anlass zu großer Sorge. Das Land verzeichnet nach wie vor eine der höchsten Verkehrstotenraten in Asien und der ASEAN-Region, wobei Motorradfahrer für rund 80 % der Todesfälle verantwortlich sind. Risikoverhalten wie überhöhte Geschwindigkeit, Fahren unter Alkoholeinfluss und das Nichttragen eines Helms sind die Hauptursachen. Besonders gefährdete Gruppen, darunter ältere Menschen und Fußgänger, sind überproportional betroffen, was zu erheblichen Verlusten an Menschenleben und einem wirtschaftlichen Schaden von schätzungsweise über 500 Milliarden Baht jährlich führt.
Es zeichnen sich jedoch positive Fortschritte ab. Im Jahr 2025 (buddhistische Ära 2568) sank die Zahl der Verkehrstoten auf rund 15,534, verglichen mit 17,477 im Jahr 2024, was einem Rückgang von etwa 11 % entspricht. Diese Verbesserung ist auf die Zusammenarbeit verschiedener Sektoren zurückzuführen. Die Behörden haben sich zum Ziel gesetzt, die Sterblichkeitsrate bis 2027 (buddhistische Ära 2570) auf 12 Todesfälle pro 100,000 Einwohner zu senken.

Der Workshop konzentrierte sich auf drei Kernbereiche: den Austausch von Wissen und bewährten Best Practices, die Entwicklung einer integrierten Teamarbeit über alle Sektoren hinweg und die Formulierung strategischer Vorschläge zur Umsetzung eines nachhaltigen Aktionsplans.
Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter wichtiger Behörden wie des Nationalen Gesundheitskommissionsbüros, der Königlich Thailändischen Polizei, des Verkehrsministeriums, des Ministeriums für öffentliche Gesundheit und des Bildungsministeriums sowie von Sicherheitsorganisationen, Rettungsstiftungen und Unternehmen des privaten Sektors.

Herr Vicharn erklärte, das Forum diene dazu, Erkenntnisse und Erfahrungen aller Beteiligten zu sammeln, um konkrete operative Pläne zu entwickeln. Er betonte, wie wichtig es sei, Verkehrssicherheitserziehung von der frühen Kindheit bis zum Berufsleben in die Lehrpläne zu integrieren, um langfristig Bewusstsein zu schaffen und Risiken zu reduzieren.
„Verkehrsunfälle beeinträchtigen nicht nur Leben und körperliches Wohlbefinden, sondern haben langfristig auch Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Lebensqualität. Daher ist die Wissensvermittlung von Grund auf der Schlüssel zur Prävention“, erklärte Herr Vicharn.

Die Veranstaltung stellt einen wichtigen Schritt dar, um alle Sektoren zusammenzubringen und Thailands Verkehrssicherheitspolitik in konkrete Ergebnisse umzusetzen, Verluste zu minimieren und den Weg zu einer nachhaltig sichereren Gesellschaft in der Zukunft zu ebnen.



