Ab morgen gelten in der Royal Gazette neue Regeln für Alkoholverkäufer wie Bars, Nachtclubs, Kioske, Restaurants usw. Diese regeln, ob ein Kunde zu betrunken ist, bevor ihm Alkohol ausgeschenkt wird, um mögliche Bußgelder oder Strafen zu vermeiden. Wie streng die Regeln durchgesetzt werden, ist noch unklar.
Thailand führt standardisierte Feldnüchternheitstests für Alkoholverkäufer ein, um betrunkene Kunden zu identifizieren.
Bangkok, 28. März 2026 – Die thailändischen Behörden haben praktische Richtlinien eingeführt, die Verkäufer alkoholischer Getränke dazu verpflichten, Kunden vor dem Ausschank auf Anzeichen von Trunkenheit zu überprüfen. Dies folgt auf die Veröffentlichung neuer Regeln im Königlichen Amtsblatt.
Die vom Department of Disease Control (DDC) des Gesundheitsministeriums herausgegebenen Richtlinien enthalten klare Kriterien und drei einfache Feldnüchternheitstests, um Verkäufern die Einhaltung des Alkoholgesetzes (Nr. 2) BE 2568 (2025) zu erleichtern. Die Regelungen traten einen Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.
Nach dem aktualisierten Gesetz ist es verboten, Alkohol an Personen zu verkaufen, die offensichtlich betrunken sind. Als betrunken gilt, wer eine beeinträchtigte körperliche Koordination aufweist, deutlichen Alkoholgeruch wahrnimmt und körperliche Symptome wie rote Augen oder zitternde Hände zeigt oder Veränderungen in Sprache und Verhalten aufweist, darunter undeutliche Sprache, Aggression oder Verwirrtheit.
Um Verkäufern eine einheitliche und objektive Beurteilung zu ermöglichen, hat das DDC die folgenden drei standardisierten Tests empfohlen, die von etablierten Methoden zur Nüchternheitsbewertung abgeleitet wurden:
1. Finger-Nase-Test: Der Kunde wird gebeten, die Augen zu schließen, einen Arm auszustrecken und mit dem Zeigefinger die Nasenspitze zu berühren. Wiederholtes Verfehlen des Ziels oder sichtbares Zittern der Hände können auf eine Alkoholvergiftung hindeuten.
2. Fersen-Zehen-Gangtest: Die Person muss zehn Schritte in einer geraden Linie gehen, wobei sich Ferse und Zehe berühren, und sich dann umdrehen und zurückgehen. Schwanken, mehrmaliger Gleichgewichtsverlust oder die Unfähigkeit, in einer geraden Linie zu gehen, deuten auf eine mögliche Alkoholisierung hin.
3. Einbeinstandtest: Der Kunde wird angewiesen, 30 Sekunden lang auf einem Bein zu stehen und dabei laut zu zählen. Das mehr als zweimalige Absetzen des angehobenen Fußes, ein deutliches Schwanken oder das Abstützen mit den Armen gelten als Anzeichen einer Beeinträchtigung.
Diese vorläufigen Richtlinien wurden in Absprache mit dem Royal College of Psychiatrists of Thailand entwickelt und dienen als Übergangsmaßnahme, bis detailliertere, untergeordnete Regelungen endgültig verabschiedet sind. Sie sollen alkoholbedingte Schäden reduzieren, übermäßigen Alkoholausschank verhindern und die Verantwortlichkeiten von Verkäufern klären, denen bei Verkauf an betrunkene Personen und daraus resultierenden Schäden Geldstrafen, Freiheitsstrafen oder zivilrechtliche Haftung drohen.
Die Maßnahme hat Diskussionen unter Barbesitzern, Betreibern von Convenience-Stores und Nachtclubbetreibern ausgelöst. Einige begrüßen die klareren Instrumente zur Vermeidung rechtlicher Risiken, während andere Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzung äußern, insbesondere während der Stoßzeiten.





