PATTAYA — Bei einer koordinierten Razzia am selben Tag durchsuchten thailändische Behörden zwei Luxusvillen und verhafteten insgesamt 68 indische Staatsangehörige, die angeblich groß angelegte illegale Online-Glücksspielzentralen betrieben.
Die beiden Operationen, die am 24. März 2026 durchgeführt wurden, zeigen die verstärkten Bemühungen sowohl der Touristenpolizei als auch des Einwanderungsamtes zur Bekämpfung der transnationalen Kriminalität und der illegalen Beschäftigung von Ausländern in Thailands wichtigstem Touristenziel.

Razzia der Touristenpolizei führt zur Festnahme von 43 Verdächtigen und zur Sicherstellung eines Netzwerks im Wert von 1.6 Milliarden Baht.
Die erste Razzia wurde vom Tourist Police Bureau (BCh.TT.) unter der Leitung von Polizeigeneralleutnant Saksi Sira Phueak-am, dem Kommandanten der Tourist Police, durchgeführt. Die Ermittler, darunter Polizeioberst Man Rotthong und Polizeioberstleutnant Piya Phong Raksa, arbeiteten mit der örtlichen Tourist Police der Wache Nong Prue und Beamten der Einwanderungsbehörde Chonburi zusammen.
Aufgrund eines Hinweises observierten Beamte einen Monat lang eine Villa in der Nähe des Mapprachan-Stausees. Sie beobachteten zahlreiche Ausländer in dem ungewöhnlich ruhigen Anwesen, häufige große Lebensmittellieferungen und regelmäßige Minibus-Shuttles. Nichts deutete darauf hin, dass es sich bei der Gruppe um echte Touristen handelte. Nachdem sie genügend Beweise gesammelt hatten, erwirkten sie einen Durchsuchungsbefehl beim Provinzgericht Pattaya.

Am 24. März gegen 3:00 Uhr betraten Beamte die Villa. Ein indischer Staatsangehöriger gab sich zunächst als Hausmeister aus. Im Inneren fanden die Beamten 43 indische Männer vor, die an Computern saßen und als Kundendienstmitarbeiter für Online-Glücksspielplattformen tätig waren.
Die Verdächtigen gaben zu, illegal als Administratoren für ein ausländisches Netzwerk von über 23 Glücksspielwebseiten gearbeitet zu haben, das sich vorwiegend an indische Kunden richtete. Der Betrieb soll täglich rund 600,000 indische Rupien pro Webseite generiert haben, wobei das gesamte Netzwerk jährlich bis zu 5 Milliarden Rupien (ca. 1.6 Milliarden Baht) umsetzte.

Die Gruppe hatte die Luxusvilla über ein Jahr lang für 120,000 Baht pro Monat gemietet. Die Angestellten arbeiteten in Schichten von bis zu 50 Personen unter der Leitung eines Vorgesetzten namens „Herr AK“, der für die Verpflegung sorgte und die Löhne in bar auszahlte – durchschnittlich 30,000 bis 35,000 Rupien pro Person und Monat. Die Organisation war Berichten zufolge wie ein reguläres Unternehmen aufgebaut, mit verschiedenen Abteilungen, Funktionen, Schichtplänen, operativer Planung und vielem mehr.
Zu den beschlagnahmten Gegenständen gehörten 50 Mobiltelefone, 33 Desktop-Computer und Monitore, Laptops, Netzwerkgeräte und zahlreiche SIM-Karten.
Alle 43 Verdächtigen, die mit Touristenvisa nach Thailand eingereist waren, wurden wegen illegaler Beschäftigung angeklagt und zur weiteren Bearbeitung auf die Polizeistation Nong Prue überführt.

Razzia der Einwanderungspolizei deckt ausgeklügelte 700-Millionen-Baht-Operation auf
Später am selben Tag durchsuchten Ermittler des Einwanderungsbüros Region 3 (BKK.3) eine zweite Villa in der Soi Nong Mai Kaen 19, ebenfalls in Nong Prue.
Die Operation erfolgte auf Anweisung von Polizeigeneralleutnant Phanumas Boonlaksam, dem Kommandeur des Einwanderungsbüros, mit dem Ziel, grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke zu unterdrücken.

Die Beamten fanden die Villa stark gesichert vor. Der Carport war in ein versiegeltes, verglastes Büro umgewandelt worden, das mit einer Plane abgedeckt war, um Einblicke von außen zu verhindern. Die 25 indischen Staatsangehörigen im Inneren übten klar definierte, an ein Unternehmen erinnernde Funktionen aus: Marketing, Buchhaltung und Kundendienst.
Berichten zufolge wurden die Arbeiter auf dem Gelände eingeschlossen, wobei Generatoren und Vorräte an Tiefkühlkost bereitgestellt wurden, um äußere Bewegungen zu minimieren und eine Entdeckung zu vermeiden.

Die Untersuchung der Computer brachte Verbindungen zu drei großen Glücksspiel-Websites mit Domainnamen, die auf „777“ enden, auf. Das Netzwerk erwirtschaftete durchschnittlich über 5.6 Millionen indische Rupien pro Tag, was einem jährlichen Umsatz von etwa 700 Millionen Baht entspricht.
Mehr als 80 Gegenstände, darunter Computer, Laptops und Mobiltelefone, wurden beschlagnahmt. Alle Verdächtigen besaßen Touristenvisa, arbeiteten aber illegal. Sie wurden wegen „Arbeitens als Ausländer ohne Arbeitserlaubnis oder über ihre zulässigen Rechte hinaus“ angeklagt und der Polizeistation Nong Prue übergeben.

Kombinierte Auswirkungen und laufende Untersuchungen
Die beiden Razzien zerschlugen zusammen Netzwerke mit einem jährlichen Gesamtumsatz von rund 2.3 Milliarden Baht. Die Behörden weiten die Ermittlungen aus, um thailändische und ausländische Finanziers und Drahtzieher der Syndikate zu identifizieren.
Die Operationen stehen im Einklang mit der nationalen Politik von Polizeigeneral Kittirat Phanthaphet, dem Oberbefehlshaber der Königlich Thailändischen Polizei, zur Bekämpfung der transnationalen Kriminalität, der illegalen ausländischen Arbeitskräfte und der technologiegestützten Straftaten, die Thailands Wirtschaft und Sicherheit untergraben.

Die Touristen- und Einwanderungspolizei haben geschworen, weiterhin energisch gegen solche kriminellen Netzwerke vorzugehen, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und Pattayas und Thailands Ruf als erstklassiges Touristenziel zu bewahren.



