Pattaya, Thailand – In den frühen Morgenstunden des 18. Juli 2025 erhielt die Polizei von Pattaya um 2:30 Uhr einen Notruf von drei indischen Touristen, die in einem Hotel in Soi Beach Road 11 übernachteten. Die Männer gaben an, dass eine Thailänderin im Alter von schätzungsweise 35 bis 40 Jahren sich geweigert hatte, ihr Hotelzimmer zu verlassen, nachdem es zu einer Meinungsverschiedenheit über ihre Escort-Begleitdienste gekommen war.
Als die Polizei am Tatort eintraf, war die Frau sichtlich erschrocken und wusste nichts von ihrem Unrecht. Sie erklärte den Beamten, dass die Touristen hatte zugestimmt, ihr für ihre Dienste jeweils 3,000 Baht zu zahlen und hatte bereits eine Kaution von 1,000 Baht hinterlegt.

Bei ihrer Ankunft im Hotel äußerten die Männer jedoch ihre Unzufriedenheit und beschwerten sich, dass ihre Brüste „zu klein“ seien und ihr Körperbau nicht ihren Erwartungen entspräche. Sie bestand darauf, gemäß der Vereinbarung die Restzahlung vor ihrer Abreise zu erhalten. Die Touristen sollen sie jedoch ausgetrickst haben, indem sie sagten, sie müssten unten Geld wechseln, nur um dann mit der Polizei im Schlepptau zurückzukehren.
Die drei indischen Männer gaben zu, die Frau aus einer Bar in einem Ausgehviertel als Escort engagiert zu haben. Sie behaupteten jedoch, ihr Aussehen habe nach dem Ausziehen nicht ihren Erwartungen entsprochen, woraufhin sie sie zum Gehen aufforderten. Als sie sich weigerte und die Restzahlung verlangte, zeigten sie sie bei der Polizei an und warfen ihr Fehlverhalten vor.

Die Polizei vermittelte in dem Streit und teilte beiden Parteien mit, dass eine gescheiterte Einigung rechtliche Schritte gegen alle Beteiligten nach sich ziehen könne. Nach den Verhandlungen einigten sich die Parteien einvernehmlich. Das Geld wurde zurückerstattet, und es wurden keine weiteren Beschwerden eingereicht. Anschließend kehrten beide Seiten in ihre jeweiligen Unterkünfte zurück.
Prostitution ist in Thailand gemäß dem Gesetz zur Verhinderung und Unterdrückung der Prostitution, BE 2539 (1996), strenggenommen illegal. Das Gesetz verbietet das Anwerben, Zubereiten und Ausüben von Prostitution und sieht Geld- und Gefängnisstrafen für Sexarbeiterinnen, Freier und diejenigen vor, die solche Aktivitäten ermöglichen. Die Geldstrafen für Sexarbeiterinnen können zwischen 1,000 und 20,000 Baht liegen, mit möglichen Gefängnisstrafen von bis zu einem Monat. Freier müssen mit ähnlichen Geldstrafen oder bis zu einem Monat Gefängnis rechnen.
Die Durchsetzung der Gesetze kann jedoch uneinheitlich sein, insbesondere in touristisch geprägten Gebieten wie Pattaya, wo die Sexindustrie trotz gesetzlicher Beschränkungen relativ offen agiert. Viele Einrichtungen wie Bars und Massagesalons dienen oft als Fassade, und die Polizei schlichtet Streitigkeiten oft informell, wie in diesem Fall, anstatt das Gesetz strikt durchzusetzen.
Viele Aktivistenorganisationen arbeiten außerdem an einer Reform des Gesetzes von 1996 und einer vollständigen Entkriminalisierung der Prostitution. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt derzeit im Parlament und stößt auf breite Unterstützung. Dies ist auch einer der Gründe dafür, dass die Durchsetzung des Gesetzes inkonsistent ist.



